IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften

Fachsymposium zu Gewalterfahrungen in der Stiftung Liebenau zwischen 1945 und 1975 - Rückblick

Gewalt in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung: Dieses Thema spielt eine wichtige Rolle für Einrichtungsträger der Hilfe für Menschen mit Behinderung. Die Stiftung Liebenau hat der Aufbereitung von Gewalterfahrungen und ihren Konsequenzen am 11. und 12. Dezember 2014 ein zweitägiges Fachsymposium gewidmet. Ausgangspunkt der Diskussion war die sozialwissenschaftliche Studie, die das Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS) im Auftrag der Stiftung Liebenau zur Analyse von Gründen, Anlässen und Bedingungen erzieherischer Gewalt in der Zeit von 1945 bis 1975, durchführte. Die Ergebnisse der Studie „Gewalterfahrungen. Der Umgang mit Gewalt im lebensweltlichen Kontext von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern der Stiftung Liebenau zwischen 1945 und 1975“ wurden durch Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann und Prof. Dr. Birgit Hein vorgestellt.

> Zeitungsartikel "Stiftung Liebenau bittet um Verzeihung"

> Zeitungsartikel "Stiftung Liebenau stellt sich ihrer Vergangenheit"

Veröffentlichung:
Susanne Schäfer-Walkmann, Birgit Hein: „Das Schweigen dahinter“
Der Umgang mit Gewalt im lebensweltlichen Kontext von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern der Stiftung Liebenau zwischen 1945 und 1975. Herausgegeben von der Stiftung Liebenau, Lambertus Verlag, Freiburg i. Breisgau 2015
ISBN: 978-3-7841-2682-1

Fachtag „Barrierefrei gesund?“ - Rückblick

Am Mittwoch, den 26.11.14 fand im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart der Fachtag „Barrierefrei gesund?“ statt. Etwa hundert Personen hatten sich angemeldet, um an dem Fachtag teilzunehmen, der dazu beitragen sollte, „die gesundheitliche Versorgung für Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Stadt Stuttgart weiterzuentwickeln und voranzubringen“.

Mit großem Interesse wurde ein zentraler Punkt des Programms - die Darstellung der Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Studie „Barrierefrei gesund“ durch Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann und Franziska Traub - verfolgt. Im Rahmen der Studie wurde seit September 2013 die Situation von Menschen mit einer geistigen Behinderung im Stuttgarter Gesundheitswesen qualitativ und quantitativ erforscht um aus den generierten Ergebnissen gangbare Handlungswege abzuleiten. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Vision einer barrierefreien, gesundheitlichen Versorgung realisierbar sein kann. Auf der Tagesordnung standen außerdem Vorträge von Prof. Dr. Peter Martin, Prof. Dr. Doris Tacke und Dr. Friedrich Kramer und eine Gesprächsrunde mit Dr. Rudolf Geis, Dr. Rafael Reinhardt und Dr. Beate Erlenbauer.

Die Studie wird im Januar 2015 beim Lambertus Verlag erscheinen.

Fachtag "Barrierefrei gesund?"

logo barrierefrei gesund 4c rgbDer Fachtag möchte dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung für Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Stadt Stuttgart weiterzuentwickeln und voranzubringen. Es ist allgemein anerkannt, dass Menschen mit einer geistigen Behinderung häufiger als andere Personen eine intensivere und auch spezifischere ärztliche Behandlung benötigen. Betroffene, Angehörige und die professionellen Begleiter/-innen erleben das Gesundheitssystem als nicht ausreichend auf die Besonderheiten in der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit einer geistigen Behinderung eingestellt. Andererseits erfahren Mediziner/-innen und weitere Dienstleister im Gesundheitswesen im Rahmen von Aus-, Fort- und Weiterbildung nur wenig über Menschen mit einer geistigen Behinderung. Die von den Veranstaltern initiierte sozialwissenschaftliche Studie hatte den Auftrag, die Barrieren, aber auch die vorhandenen Ressourcen in der gesundheitlichen Versorgung für den genannten Personenkreis in der Stadt Stuttgart herauszuarbeiten.

Insgesamt haben mehr als 500 Menschen in Stuttgart an der Barrierefrei gesund-Studie teilgenommen: Menschen mit einer geistigen Behinderung und Angehörige ebenso wie gesetzliche Betreuer/-innen sowie Menschen, die beruflich in der Behindertenhilfe und im Gesundheitswesen tätig sind. In der Zusammenschau der Studienergebnisse entstand ein dichtes Bild über die Situation in Stuttgart aus unterschiedlichen Perspektiven.

Dabei liegt die große Chance der Barrierefrei gesund-Studie hauptsächlich in zwei Punkten:

(1.) Erstens gibt es jetzt umfangreiche empirische Belege dafür, welche Barrieren die größten Hindernisse in Stuttgart darstellen und

(2.) liefern die Daten konkrete Hinweise, wie diese Barrieren – ganz pragmatisch – überwunden werden können.

Die Ergebnisse dieser Studie werden im Rahmen des Fachtages dargestellt und dienen als Diskussionsgrundlage. Über die fachlichen Grenzen hinweg sollen Erfahrungen ausgetauscht und der Anspruch bekräftigt werden, für Menschen mit geistiger Behinderung eine angemessene, bedarfsgerechte und barrierefreie Gesundheitsversorgung auf den Weg zu bringen, wie sie die UN-Behindertenrechtskonvention fordert. Wir laden alle Professionen, die an einer gelingenden Gesundheitsversorgung für Menschen mit einer geistigen Behinderung interessiert sind, sehr herzlich ein und erhoffen für die Zukunft merklich spürbare Veränderungen für den genannten Personenkreis in der Stadt Stuttgart. Sie sind herzlich eingeladen an der Veranstaltung


"Barrierefrei gesund?"
Gesundheitliche Versorgung für Menschen mit einer geistigen Behinderung -
Herausforderung und Aufgabe für die Stadt Stuttgart
am
Mittwoch, den 26. November 2014
von
09:00 bis 16:00 Uhr
im
Haus der Katholischen Kirche,
Königsstarße 7, 70188 Stuttgart

teilzunehmen. Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung des Caritasverband für Stuttgart e.V., des bhz Stuttgart e.V., der Diakonie Stetten e.V., der Lebenshilfe Stuttgart e.V. und der Liebenau-Kliniken gGmbH . Die Veranstaltung wird gefördert durch die Aktion Mensch.

Im Rahmen der Fachtagung werden Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann und Franziska Traub die Ergebnisse der Studie "Barrierefrei gesund - Sozialwissenschaftliche Analyse der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit einer geistigen Behinderung im Stadtgebiet Stuttgart" vorstellen.

Ergänzt wird das Programm durch zwei Fachvorträge von Prof. Dr. Peter Martin und Frau Prof. Dr. Doris Tacke. Zudem berichten drei niedergelassene Stuttgarter Ärzte, die sich in besonderer Weise in der Behandlung von geistig behinderten Menschen engagieren aus ihrer Arbeit. Darüber hinaus stellt Dr. Friedrich Kramer einen Quartalsvergleich aus dem Gesundheitszentrum Kernen vor, der der Frage nach dem „Mehraufwand“ in der allgemeinmedizinischen Behandlung von Menschen mit einer geistigen Behinderung nachgeht.


> Einladung zum Fachtag und Programm

 

Festveranstaltung "10 Jahre Demenznetz Düsseldorf"

Am 30.06.2014 nutzte das Demenznetz Düsseldorf das 10-jährige Bestehen des Netzwerkes, um in einer Festveranstaltung allen Beteiligten, Ehrenamtlichen sowie professionell Engagierten zu danken und einen Blick in die Zukunft der Netzwerkarbeit zu wagen.

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Im Demenznetz Düsseldorf haben sich das Demenz-Servicezentrum Region Düsseldorf, die Institutsambulanz Gerontopsychiatrie des LVR-Klinikums/Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Alzheimer Gesellschaft Düsseldorf & Kreis Mettmann e.V. und die Wohlfahrtsverbände Caritasverband Düsseldorf, Diakonie Düsseldorf, Deutsches Rotes Kreuz Düsseldorf und Kaiserswerther Diakonie zusammengeschlossen, mit dem Ziel, die Situation demenzkranker Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Das Demenznetz Düsseldorf ist eines der 13 Demenznetzwerke, die in die Evaluationsstudie DemNet-D eingebunden sind. Die Evaluationsstudie befasst sich mit den Versorgungs-ergebnissen, der Versorgungssituation sowie der Kooperations- und Netzwerkstruktur von regionalen Netzwerken für Menschen mit Demenz.

Frau Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann hielt anlässlich des 10-jährigen Bestehens einen Festvortrag mit dem Thema “Steuerung von Demenznetzwerken - Schlüssel für Nachhaltigkeit?”.

 

 > Einladung und Programm der Festveranstaltung

 > Vortrag “Steuerung von Demenznetzwerken - Schlüssel für Nachhaltigkeit?”

 

„Fit fürs Leben - von Anfang an - Zukunftswerkstatt der Göppinger Familientreffs“

GP workshop
Seit 2005 haben sich die Familientreffs im Landkreis Göppingen zu einem anerkannten, niedrigschwelligen und gut in Anspruch genommenen Angebot entwickelt. Um Aussagen hinsichtlich der Qualität und den Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Familientreffs machen zu können, ist das Institut für angewandte Sozialwissenschaften im Jahr 2013 mit einer systematischen Evaluation (Evaluationsstudie Familientreffarbeit Landkreis Göppingen) beauftragt worden. Im Rahmen der „Zukunftswerkstatt Göppinger Familientreffs“ unter dem Motto: „Fit fürs Leben - von Anfang an“ sind am 03.07.2014 nun die Ergebnisse der Evaluation sowie daraus hervorgehende Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Familientreffarbeit präsentiert worden. Die anwesenden Vertreter des Landratsamtes, der Kommunen, der involvierten Wohlfahrtsverbände, weitere Kooperationspartner sowie Ehrenamtliche und BesucherInnen der Familientreffs waren anschließend dazu eingeladen, aktiv in verschiedenen Workshops zu identifizierten Zukunftsthemen rund um die Weiterentwicklung der Familientreffs mitzuarbeiten.

   GP ppt



    > Vortrag „Fit fürs Leben - von Anfang an“

    > Abschlussbericht "Evaluationsstudie Familientreffarbeit Landkreis Göppingen"