IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften

Gute Chancen für alle Kinder – mit Familien aktiv gegen Kinderarmut

Universitätsstadt Tübingen

Projekt zur sozialen Lage von Tübinger Familien, die von Armut betroffen sind...

 

Kooperationspartner Universitätsstadt Tübingen
VertreterIn Kooperationspartner

Frau Stauber (Familienbeauftragte der Universitätsstadt Tübingen)

Weitere Akteure Bündnis für Familie Tübingen
Inhalt der Forschungskooperation

Die Universitätsstadt Tübingen beschäftigt sich zusammen mit dem Bündnis für Familie mit der sozialen Lage von Familien, die von Armut betroffen sind. Dabei sind die folgenden Fragen leitend:

  1. Was erfahren, was sagen, was brauchen von Armut betroffene Tübinger Familien?
  2. Wie erleben sie Hilfen, was kommt an, was hilft und nützt am meisten, wo fehlt es am meisten?

Das zugrundeliegende Verständnis von „Kinderarmut“ bzw. „Familienarmut“ wird dabei nicht ausschließlich an einem Einkommensindikator festgemacht. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass sich die ökonomische Ausstattung der Familie auf die Entwicklungs- und Teilhabechancen der Kinder auswirkt. Das Projekt folgt damit einem ähnlichen Begriffsverständnis wie die von den Diözesancaritasverbänden Rottenburg-Stuttgart und Freiburg und dem Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart im Jahr 2008 in Auftrag gegebene Studie „Arme Kinder und ihre Familien in Baden-Württemberg“.

Das Thema „Kinderarmut“ soll in einem Runden Tisch Kinderarmut (Stadt und LIGA) nachhaltig bearbeitet werden. Die Idee ist, in einem ca. einjährigen Entwicklungsprozess unter Einbindung der betroffenen Familien weiterführende Informationen über die soziale Lage der Familien, die angebotenen Hilfen und das Inanspruchnahmeverhalten der Familien zu gewinnen. In einem partizipativen Prozess werden Tübinger Bürgerinnen und Bürger für das Thema „Kinderarmut“ sensibilisiert und wirksame Strategien zur Bekämpfung von Kinderarmut entwickelt. Dabei ist ein Schwerpunkt, Zugang zu den betroffenen Familien zu bekommen und diese anzuregen, sich aktiv an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen. Als vorläufiger Höhepunkt des Entwicklungsprozesses wird ein Familienfest den Rahmen für Ergebnispräsentationen, Diskussionen und gemeinsame Aktivitäten bieten. Im Anschluss an den Familientag werden ausgewählte Schwerpunkte im Runden Tisch Kinderarmut aufgegriffen und weiter bearbeitet.

Referenzpunkte der wissenschaftlichen Begleitung des Entwicklungsprozesses in Tübingen sind dabei drei Kategorien: (1.) Soziale Inklusion; (2.) Partizipation; (3.) Empowerment. Daraus leiten sich die folgenden forschungsleitenden Fragestellungen ab:

  1. In welcher Form kann es gelingen, die Öffentlichkeit für das Thema Kinderarmut zu sensibilisieren, ohne dass die betroffenen Kinder und ihre Familien exkludiert werden?
  2. Wie können Tübinger Bürgerinnen und Bürger an dem Entwicklungsprozess beteiligt werden?
  3. Wie können betroffene Kinder und deren Familien befähigt werden, die soziale Lage dauerhaft zu verändern?
Projektleitung Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Franziska Traub, Erziehungswissenschaftlerin (M.A.)
Geraldine Höbel, Sozialpädagogin (B.A.)

Projektdauer 01.04.2013 bis 31.03.2014
Zuordnung bei IfaS Wissenschaftliche Begleitung
Forschungsmethoden
  • Sozialraumanalyse mittels explorativer Interviews bzw. Gruppendiskussionen mit unterschiedlichen Fokusgruppen
  • Aktivierende Befragung anhand eines hochstandardisierten Fragebogens
Ergebnisse

Abschlussbericht
Ergebnispräsentation auf dem Familienfest am Samstag, den 5. April 2014