IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart

"Mitten unter uns" - Herausforderungen an ehrenamtlich Engagierte und Fachdienste für Integration und Migration in der kooperativen Flüchtlingshilfe

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

Am Beispiel der Fachdienste Integration und Migration (FIM) des Caritasverbands des Erzbistums Köln fokussiert das Forschungsvorhaben neue Herausforderungen im Bereich der Hilfen für geflüchtete Menschen und die damit verbundenen Verschiebungen im Zusammenspiel zwischen freiwillig Engagierten und beruflichen Fachkräften. Es fragt zugleich nach den organisationalen Rahmenbedingungen dieser Verschiebungen, aber auch nach möglichen Konsequenzen für die Freiwilligenarbeit des Diözesan-Caritasverbandes insgesamt.

Förderer

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

Vertreter: Heinz Müller, Referent Integration und Migration

Weitere Akteure

Fachdienste für Integration und Migration im Erzbistum Köln

Forschungsauftrag

Die hohen Zuwanderungszahlen von geflüchteten Menschen nach Deutschland seit Ende 2014 haben ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement in unterschiedlichsten Formen angestoßen. Dieses Engagement hat jene Organisationen, die Engagementförderung zu ihren Aufgaben zählen - sei es als Teilaufgabe (z.B. Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Sportverbände, MSO, Unternehmen), sei es als Kernaufgabe (z.B. Freiwilligenagenturen) - vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Dies galt für die „Spontan- und Krisenphase“ des Engagements, aber auch für die seit einigen Monaten zu konstatierende „Konsolidierungs- und Restrukturierungsphase“. In dieser Phase rückt insbesondere das langfristige Ziel, die nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe der zugewanderten Menschen zu gewährleisten, ins Zentrum (von einer Willkommenskultur zur Schaffung einer gelungenen Integrationskultur). Zugleich sind die (freiwillige oder unfreiwillige) Rückkehr geflüchteter Menschen in Herkunftsländer bzw. die Re-Integration in ihre Heimatländer Themen, die sowohl die engagierten Bürger*innen als auch die professionellen Strukturen zunehmend beschäftigen.

Forschungsinhalte sind die Entwicklung des Engagements, neue Herausforderungen im Bereich der Hilfen für geflüchtete Menschen und die damit verbundenen Verschiebungen im Zusammenspiel zwischen freiwillig Engagierten und beruflichen Fachkräften. Gefragt wird zugleich nach den organisationalen Rahmenbedingungen dieser Verschiebungen, aber auch nach möglichen Konsequenzen für die Freiwilligenarbeit des Diözesan-Caritasverbands im Erzbistum Köln e.V. IfaS führt die Untersuchung im Rahmen seiner Forschungstätigkeit im Bereich Bürgerschaftliches Engagement durch.

Kernmodule der Forschung sind eine quantitative online-Befragung der Mitarbeiter*innen im Fachdienst Integration und Migration und eine quantitative Befragung freiwillig Engagierter, eine qualitative Erhebung bei den Mitarbeiter*innen des Fachdienstes und ihrem Umfeld sowie zwei Fokusgruppengespräche.

 

Ziel der Forschung
  • Darstellung der Entwicklung und Veränderung des Engagements für geflüchtete Menschen
  • Bewertung der von hauptberuflichen Mitarbeiter*innen geleisteten Unterstützung freiwillig Engagierter (hier am Beispiel der Mitarbeiter*innen im Fachdienst Integration und Migration)
  • Identifizierung von Verschiebungen und Veränderungen im Zusammenspiel von Hauptberuflichen und freiwillig Engagierten
  • Identifizierung von Rahmenbedingungen (hemmende Faktoren und Erfolgsfaktoren) des Zusammenwirkens der Fachdienste, Flüchtlingskoordinationsstrukturen und den Strukturen der Engagementförderung
Projektleitung

Prof. Dr. Paul-Stefan-Roß

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Nicole Saile, Sozialpädagogin (M. A.)

Dr. Julia Schlicht

Projektdauer

Mai 2017 – Juni 2018

Zuordnung

Wissenschaftliche Studie

Ergebnisse
  • Abschlussbericht, inklusive Handlungsempfehlungen