Institut für angewandte Sozialwissenschaften

Erprobungsprojekte „Neue Bausteine in der Eingliederungs- und Wohnungslosenhilfe“

Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg

Wissenschaftliche Begleitung der Erprobungsprojekte 2016 – 2019...

Auftraggeber

Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg

Kooperationspartner

Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg

Bausteine in der Wohnungslosenhilfe:
Stadt Stuttgart
Landkreis Esslingen (Agentur für Arbeit)

Bausteine in der Eingliederungshilfe:
Landkreis Böblingen
Landkreis Ludwigsburg
Landkreis Konstanz
Landkreis Esslingen (Eingliederungshilfe)

Vertreter/innen
Kooperationspartner

Bettina Süßmilch – Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg

Claudia Brüning – Stadt Stuttgart
Astrid Spurk – Landkreis Esslingen (Agentur für Arbeit)

Karin Braitmaier – Landkreis Böblingen
Christiane Keuter – Landkreis Ludwigsburg
Susanne Mende – Landkreis Konstanz
Michael Köber – Landkreis Esslingen (Eingliederungshilfe)

Weitere Akteure

Projektpartner in den jeweiligen Stadt- und Landkreise (z.B. freie oder kommunale Träger der Eingliederungs- und Wohnungslosenhilfe, weitere Akteure im Sozialraum)

Forschungsauftrag

Der Forschungsauftrag umfasst die wissenschaftliche Begleitung der einzelnen Bausteine. Das übergreifende Projektziel, Regelangebote für Menschen mit Behinderung oder mit besonderen sozialen Schwierigkeiten zu erschließen, steht dabei im Zentrum der Untersuchungen. Die wissenschaftliche Begleitung soll die einzelnen Projekte in ihrer Praxis dokumentieren und Projektergebnisse in Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Übertragbarkeit auswerten. Erprobte Bausteine und Verfahren sowie generalisierbare Aussagen über Wirksamkeit, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Umsetzung in anderen Stadt- und Landkreisen sollen das Ergebnis sein. Konkret werden die folgenden Bausteine wissenschaftlich begleitet:

Bausteine der Eingliederungshilfe

E1 – Landkreis Böblingen

Das Projekt des Landkreises Böblingen zielt darauf, Tagesstruktur-Angebote für Senior/innen mit und ohne Behinderungen/Beeinträchtigungen zu schaffen. Der Fokus liegt dabei auf der Kooperation von Trägern der Alten- und der Behindertenhilfe sowie auf dem inklusiven Charakter der tagesstrukturierenden Angebote, d.h. dass diese im Sinne der Barrierefreiheit allen Besucher/innen offenstehen.

E2 – Landkreis Esslingen

Das Projekt des Landkreises Esslingen zielt darauf ab, Angebote im Regelsystem der Altenhilfe für Senior/innen mit Behinderung zu öffnen. Die bisher getrennten Systeme der Alten- und Behindertenhilfe sollen in einem inklusiven Prozess zusammenarbeiten, um Tagesstrukturen für alle Senior/innen zu öffnen.

E3 – Landkreis Konstanz

Ziel des Projekts des Landkreises Konstanz ist es, Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, den Übergang ins Rentenalter aktiv und individuell zu gestalten. Für diesen Zweck werden im Landkreis zwei Vollzeitstellen geschaffen, die für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige eine Lotsenfunktion übernehmen.

E4 – Landkreis Ludwigsburg

Ziel des Projekts des Landkreises Ludwigsburg ist die Erprobung eines Instrumentariums zur Förderung einer aktiven und individuellen Gestaltung des Übergangs von Menschen mit Behinderung ins Rentenalter. Im Vordergrund steht hier die Konzeption einer inklusiven, personenzentrierten und gemeinwesenorientierten Tagesstruktur mit entsprechenden Angeboten.

Bausteine der Wohnungslosenhilfe

„Ohne Arbeit keine Wohnung, ohne Wohnung keine Arbeit“- die Lebenssituation langzeitarbeitsloser, wohnungsloser Personen stellt sich aufgrund der wechselseitig bedingten Problemlagen als besonders prekär dar. Notwendig wird dadurch häufig die Versorgung durch verschiedene Hilfesysteme. Für eine effektive Versorgung dieser Personengruppe sind passgenaue, verbindende Hilfestrukturen daher besonders wichtig. 

W1 – Landkreis Esslingen

Ziel des Projektes ist es Arbeitsmarktintegrative Maßnahmen für langzeitarbeitslose und wohnungslose Menschen im Verbund von Jobcenter und Sozialhilfeträger anzubieten.

W2 – Stadt Stuttgart

Ziel des Projektes ist es die Unterstützung der Beschäftigungs- und Arbeitsintegration für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten im SGB II Bezug zu verbessern und weiterführende Hilfen zu identifizieren.

Projektleitung Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann
Prof. Dr. Thomas Meyer
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Bianca Burde, Erziehungswissenschaftlerin (M.A.)
Daniel Rayment-Briggs, Soziologe, Historiker, Philosoph (M.A.)
Sebastian Rahn, Sozialpädagoge (B.A.)

Martina Bell, Ergotherapeutin, Sozialarbeiterin (M.A.)

Projektdauer

2016 bis 2019

Zuordnung bei IfaS Praxisforschung
Forschungsmethoden

Der Forschungsansatz besteht aus einer Verschränkung qualitativer und quantitativer Methoden und lässt sich zusammengefasst – für die Bausteine der Eingliederungs- und der Wohnungslosenhilfe getrennt – wie folgt darstellen: 

  a) Eingliederungshilfe

  • Rechtliche und sozialwissenschaftliche Analyse des Projektgegenstands (ältere Menschen mit Behinderung, Versorgungsstrukturen)
  • Sozialwissenschaftliche Prozessbegleitung während der Projektlaufzeit (formative Evaluation)
  • Sozialwissenschaftliche Überprüfung der Projektergebnisse im Hinblick auf die genannten Projektziele (summative Evaluation)

  b) Wohnungslosenhilfe

Aus den in der Ausschreibung formulierten Projektzielen lassen sich unterschiedliche Forschungsschwerpunkte ableiten:

  1. Erfassung und Analyse bestehender Arbeitsintegrationsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit durch die Zielgruppe (Zugangshilfen und Zugangshürden)
  2. Evaluation des Beratungs- und Betreuungsansatzes (formative und summative Evaluation)
  3. Outcomemessung: Betroffene in der Nutzerperspektive (Bedarfsanalyse)
  4. Beratung zur Entwicklung einer gemeinsamen Konzeption im Sinne einer verbundenen Hilfe der § 45 SGB III, § 16 SGB II und § 67 SGB XII

 Das exakte forschungsmethodische Vorgehen wird mit den Kooperationspartnern vor Ort abgestimmt. Hier erfolgt eine detaillierte Abstimmung von Untersuchungsgegenstand, Erhebungs- und Auswertungsmethoden. Dabei wird bei allen Bausteinen versucht, einen projektübergreifenden Transfer von Forschungsergebnissen zu ermöglichen.

Ergebnisse

Zwischenbericht zur Hälfte der Projektlaufzeit

Abschlussbericht zum Ende der Projekte

Ergebnissicherung und -übertragung (z.B. Fachtag)