IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart

Systemanwendung der mehrdimensionalen Leistungserfassung von Integrationsfirmen in Baden-Württemberg

Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS)

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, ein anwendungsorientiertes System von Messgrößen (Kennzahlensystem) zu entwickeln, dass es ermöglicht sowohl die betriebswirtschaftliche Situation als auch den individuellen und gesellschaftlichen Mehrwert von Integrationsfirmen abzubilden...

Auftraggeber

Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS)

Kooperationspartner

Forschungskooperation mit dem Steinbeis Transferzentrum für Industrial Service Management (ism)
Prof. Dr. Marc Kuhn (Wissenschaftliche Leitung)

Forschungsauftrag

Nach der Systementwicklung mit ausgewählten Pilotfirmen im ersten Forschungsjahr wird das System 2016 landesweit in allen baden-württembergischen Integrationsfirmen, die der KVJS betreut, eingeführt. Ziel ist ein Test auf die Anwendungsfähigkeit des Kennzahlen- und Reportingsystems in allen Integrationsfirmen, gleich welcher Branche und Größe. Der An-wendungsprozess wird durch das Forschungsteam begleitet.

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, ein anwendungsorientiertes System von Messgrößen (Kennzahlensystem) zu entwickeln, dass es ermöglicht sowohl die betriebswirtschaftliche Situation als auch den individuellen und gesellschaftlichen Mehrwert von Integrationsfirmen abzubilden.

Die Abbildung der monetären und nicht-monetären Wertschöpfungsleistung einer Integrati-onsfirma ermöglicht erstmals eine umfassende mehrdimensionale Darstellung der individuellen Leistungsfähigkeit und damit eine bedarfsorientierte Planung und Unterstützung von In-tegrationsfirmen in Baden-Württemberg. Das Ziel einer dauerhaften Erreichung von Beschäf-tigung von Menschen mit Behinderung kann dadurch gestützt werden.

Die zentrale forschungsleitende Fragestellung lautet:

Was ist die Wertschöpfung von Integrationsfirmen? (Wertschöpfungsverständnis)

Dabei liegt das forschungsgestützte Entwicklungsprojekt im Schnittpunkt aktueller fachlicher und gesellschaftspolitischer Diskurszusammenhänge, die mit der interdisziplinären, multiperspektivischen und hermeneutischen Forschungskonzeption aufgefangen und reflektiert werden sollen. Auf der Grundlage empirisch gestützter Forschungen, wird neues Wissen für die künftige Planung und Unterstützung von Integrationsfirmen in Baden-Württemberg generiert.

  1. Soziale Inklusion („Teilhabe am Leben in der Gesellschaft im Sinne der BRK“) als leitendes Paradigma, ausformuliert für das Handlungsfeld Arbeit und Beschäftigung.
  2. Arbeit und Beschäftigung als Bestandteil der Alltags- und Lebenswelt in unserer Gesellschaft (Funktionen von Arbeit als sinngebender Beschäftigung).
  3. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen als Instrument der Analyse, des Vergleichs und der Bewertung (Schwerpunkt: Non-Profit-Unternehmen).

Die Forschungskooperation der unabhängigen Institute Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart und ISM verbindet dabei betriebswirtschaftliches, sozialarbeitswissenschaftliches und sozialwissenschaftliches Disziplinwissen.

Projektleitung Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Bianca Burde, Erziehungswissenschaftlerin (MA)
Geraldine Höbel, Sozialpädagogin (cand. MA)
Robert Walkmann, Dipl. Ing

Projektdauer

01.01.2016 bis 31.12.2016  

Zuordnung
Explorative Vorstudie
Forschungsmethoden

Im Rahmen der explorativen Vorstudie wurden 2015 qualitative Interviews mit Repräsentanten zweier Fokusgruppen geführt:

  1. mit den Geschäftsführungen der teilnehmenden Integrationsfirmen;
  2. mit den Belegschaften (Mitarbeitende mit und ohne Behinderung zu gleichen Teilen);

Im Anschluss an den qualitativen Studienteil erfolgten standardisiert quantitative Erhebungen unter den Geschäftsführungen, Mitarbeitenden und externen Anspruchgruppen der beteiligten Integrationsfirmen.

Im Jahr 2016 wird die Befragung auf alle 80 Integrationsfirmen in Baden-Württemberg ausgeweitet.

Ergebnisse Abschlussbericht 
Anschlussprojekt Validierung des Kennzahlen‐ und Reportingkonzepts für Integrationsfirmen