IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften

Koordinationskräfte zur Unterstützung kirchlicher Flüchtlingshilfe: Rahmenbedingungen – Erfolgsfaktoren - Empfehlungen

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel gute Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für Koordinationskräfte der Flüchtlingshilfe in der ‚Aktion Neue Nachbarn’ im Erzbistum Köln zu identifizieren und die Entwicklung örtlicher Konzepte und Strategien wissenschaftlich zu begleiten

Auftraggeber

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

 Vertreterinnen Kooperationspartner

Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. Heinz Müller, Referent Integration und Migration

Generalvikariat Erzbistum Köln

Klaus Hagedorn, Koordinator für Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln

Weitere Akteure: Koordinatoren und Koordinatorinnen der Flüchtlingshilfe in den Stadt- und Kreisdekanaten des Erzbistums Köln

Forschungsauftrag

Im Erzbistum Köln wurde seit dem Frühjahr 2015 in allen 15 Dekanaten des Erzbistums für zwei Jahre dezentrale Koordinationsstellen als lokale Anlaufstellen der „Aktion Neue Nachbarn“ zur Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe eingerichtet. Parallel zur Struktur in den Stadt- und Kreisdekanaten gibt es im Erzbischöflichen Generalvikariat und beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. jeweils einen Ansprechpartner für die Koordinationskräfte. Ermöglicht wird der Aufbau dieser Koordinationsstellen durch Mittel des Erzbistums. Die „Aktion Neue Nachbarn“ wird gemeinschaftlich vom Erzbistum Köln und dem Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V. getragen und steht unter der Leitung von Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel.

Das Institut für angewandte Sozialwissenschaften begleitet und unterstützt den Prozess der Entwicklung örtlicher Konzepte und deren praktische Umsetzung sowie die Begleitung durch die zentralen Stellen. Kernmodule der wissenschaftlichen Begleitung sind eine Eingangserhebung, eine Stärken-Schwächen-Analyse sowie eine Abschlusserhebung.

Dabei wird ein Überblick über das Aufgabenspektrum der Stellen sowie die Qualifikationen und benötigten Kompetenzen der Mitarbeiter/innen gegeben. Bedarfe im Bereich Kompetenzerwerb und an themenspezifischen Fortbildungsangeboten werden erhoben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den strukturellen Rahmenbedingungen. Ein zentraler Punkt ist dabei die Frage nach möglichen Doppelstrukturen. Schließlich werden aus Sicht der Akteure eine Gesamteinschätzung des Projekts und seines Nutzens für die verschiedenen Interessensgruppen sowie die Auswirkung des Projekts auf die katholische Kirche im Erzbistum Köln dargestellt.

Ziele des Forschungsprojekts

  • Identifizierung von Erfolgsfaktoren in der Koordinationsarbeit zur Unterstützung ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe
  • Identifizierung von hemmenden Faktoren
  • Identifizierung von Qualifizierungsbedarfen
  • Handlungsempfehlungen für die Koordinationsarbeit auf struktureller, konzeptioneller und kooperativer Ebene
Projektleitung Prof. Dr. Paul-Stefan Roß
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Nicole Saile, Sozialpädagogin (M. A.)

Dr. Julia Schlicht (Dipl.-Betriebswirtin)

Iren Steiner, Dipl.-Psychologin

Projektdauer

01.10.2015 – 31.12.2016

Zuordnung bei IfaS Wissenschaftliche Studie
Forschungsmethoden

Das Forschungsdesign wird durch verschiedene Bausteine umgesetzt und orientiert sich an folgenden übergreifenden Themenbereichen:

  • Ausgestaltung der Stellen und ihres Aufgabenspektrums
  • Zusammenarbeit mit den zentralen und dezentralen Koordinationsstellen und weiteren Kooperationspartnern
  • Wirkung und Gesamteinschätzung des Projekts „Koordinationskräfte zur Unterstützung ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe“

Die Themenbereiche und Fragestellungen werden mit folgenden Methoden bearbeitet:

  • Leitfadengestützte Interviews mit den Koordinatoren/innen in den Dekanaten, der Gesamtkoordination sowie Verantwortungsträgern
  • Stärken-Schwächen-Analyse
  • Gruppendiskussionen
  • Quantitative Befragung der Ehrenamtlichen
Ergebnisse