IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart

Befragung von Nachbarschaftshelfer/innen und Einsatzleitungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Status quo und zur Einschätzung von Aufwandsentschädigungen

NBH

Immer wieder wird die Sorge formuliert, dass insbesondere stundenbezogene Aufwandsentschädigungen das Selbstverständnis im Ehrenamt verändern und deshalb nicht passend seien. Der Fachverband Zukunft Familie e.V. setzt sich für Transparenz ein und möchte Abgrenzungen und Schnittstellen zwischen hauptberuflichen Aufgaben und ehrenamtlichem Engagement benennen. Die wissenschaftliche Befragung der Nachbarschaftshelfer/innen und Einsatzleitungen liefert zu diesem Zweck Erkenntnisse zum Selbstverständnis, zur Motivation der Helfer/innen und zur Bedeutung der Aufwandsentschädigung für ihr Engagement.

Auftraggeber

Zukunft Familie e.V.

Fachverband Familienpflege und Nachbarschaftshilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 Vertreterinnen Kooperationspartner

Sylvia Karlev (M.A.), Referentin

Zukunft Familie e.V.

Fachverband Familienpflege und Nachbarschaftshilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Forschungsauftrag

Seit ihrer Gründung im Jahr 1973 kombiniert die Organisierte Nachbarschaftshilfe freiwilliges Engagement mit einer Aufwandsentschädigung im Rahmen der sogenannten Übungsleiterpauschale. Immer wieder wird die Sorge formuliert, dass insbesondere stundenbezogene Aufwandsentschädigungen das Selbstverständnis im Ehrenamt verändern und deshalb nicht passend seien.

Der Fachverband Zukunft Familie e.V. setzt sich für Transparenz ein und möchte Abgrenzungen und Schnittstellen zwischen hauptberuflichen Aufgaben von Fachkräften, freiwilligem Engagement kombiniert mit Aufwandsentschädigung und ehrenamtlichem Engagement benennen. Hier sieht sich Zukunft Familie e.V. in einer besonderen Verantwortung, auch die Erfahrungen seiner Mitglieder, insbesondere der freiwillig engagierten Nachbarschaftshelfer/innen, in diese Diskussion einzubringen und die Entwicklungen in Baden-Württemberg mit zu gestalten. Zu diesem Zweck wird eine wissenschaftlich Befragung von freiwillig engagierten Helfer/innen sowie Einsatzleitungen unter besondere Betrachtung von Monetisierungsaspekten durchgeführt. Die wissenschaftliche Befragung der Nachbarschaftshelfer/innen und Einsatzleitungen liefert somit empirisch belegte quantitative und qualitative Daten und Fakten zum Selbstverständnis, zur Motivation der Helfer/innen und zur Bedeutung der Aufwandsentschädigung für ihr Engagement.

Im Einzelnen werden folgende Bereiche untersucht:

  • Gründe für das Engagement
  • Motive des Engagements
  • Nutzen des Engagements
  • Einstellung zur Aufwandsentschädigung sowie zu weiteren Anerkennungs- und Unterstützungsformen
  • Einstellung zu nicht vergüteten Anteilen des Engagements (z.B. Sitzungen, Fortbildungen etc.)
  • Zufriedenheit mit den Strukturen und Angeboten
Projektleitung Prof. Dr. Paul-Stefan Roß
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

 

Irene Steiner (Dipl.-Psychologin)

Dr. Julia Schlicht (Dipl.-Betriebswirtin)

 

Projektdauer Mai 2015 bis November 2016
Zuordnung
Wissenschaftliche Studie
Forschungsmethoden

Es werden zwei schriftliche Befragungen durchgeführt

  • Befragung der Nachbarschaftshelfer/innen
  • Befragung der Einsatzleitung

Die beiden Stichproben erhalten zum Teil dieselben und zum Teil unterschiedliche Fragen. Dadurch können Unterschiede zur Einschätzungen von Aufwandsentschädigungen ermittelt sowie detaillierte Informationen zur jeweiligen Situation der Befragten erhoben werden. Die Daten werden mit statistischen Analysemethoden ausgewertet.

Ergebnisse