IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften

PLUS - Teilhaben, Teilnehmen, Teil sein - Das Mehr in der Versorgungsstruktur von Suchtkranken

AbbVie Deutschland

Die Initiatoren von AbbVie Deutschland, der Deutschen Leberhilfe e.V. und dem Caritasverband Stuttgart e.V. nehmen mit dem Projekt PLUS die benachteiligte Personengruppe der Substitutions- bzw. Suchtpatienten und Abstinenzwilligen in den Blick...

Auftraggeber

AbbVie Deutschland

Vertreterinnen Kooperationspartner

Christoph Hagenlocher

Weitere Akteure

Caritasverband Stuttgart e.V.
Deutsche Leberhilfe e.V.

Forschungsauftrag

Die Initiatoren von AbbVie Deutschland, der Deutschen Leberhilfe e.V. und dem Caritasverband Stuttgart e.V. nehmen mit dem Projekt PLUS die benachteiligte Personengruppe der Substitutions- bzw. Suchtpatienten und Abstinenzwilligen in den Blick, die mithilfe eines partizipativen Ansatzes und einer konsequenten Einbindung in das Projekt eine nachhaltige Stabilisierung bzw. Verbesserung der Situation erfahren soll. Die Erreichung der Projektziele wird durch die Initiierung und Umsetzung eines aufeinander bezogenen Angebotsnetzes verfolgt, welches ganzheitlich angelegt ist. Dabei werden sowohl neue, niedrigschwellige Angebote für die KlientInnen angeboten, als auch neue Verknüpfungen zu bereits bestehenden Angeboten hergestellt, um vorhandene Ressourcen bestmöglich zu bündeln und Synergien zu schaffen

Die Begleitstudie zu PLUS basiert auf einem multiperspektivischen, interdisziplinären Forschungsdesign, welches quantitative und qualitative Inhalte miteinander verbindet. Die Ergebnisse sollen Aussagen zu Wirkungen bzw. Effekten machen und nach Abschluss der Modellerprobung Entscheidungshilfen, u.a. für einen landes- bzw. bundesweiten Rollout, an die Hand geben.

Die Studienhypothese lautet:

Das Projekt „Plus“ hat messbare Effekte auf die Parameter „Teilhabe“, „Teilnahme“ und „Teil sein“ und somit auf die Inklusion von Menschen mit einer Suchterkrankung, bei Substitutionspatienten und bei Abstinenzwilligen.

Die forschungsleitenden Fragestellungen fokussieren auf die Lebensqualität der Studienteilnehmerinnen und –teilnehmer ebenso wie auf den gesellschaftlichen Mehrwert:

  • Wie verbessert sich die Lebensqualität der Zielgruppe durch das Projekt „Plus“?
  • Wie verbessert sich die Versorgungsqualität durch das Projekt „Plus“?

Dabei werden die folgenden Fragestellungen näher beleuchtet:

  1. Werden die mit dem Projekt „Plus“ beabsichtigten Ziele erreicht?
  2. Treffen die Einschätzungen in Bezug auf die Wirkungen zu? (Aus Sicht der Projektinitiatoren, der Praxis und der Studienteilnehmenden)
  3. Wie gelingt der Umsetzungs- und Implementierungsprozess in Bezug auf die Para-meter Teilhabe, Teilnahme, Teil sein?
  4. Welche Adaptionen waren im Projektverlauf notwendig?
  5. Inwiefern ist es gelungen, die bei den Probanden ein positives Gesundheitsverhalten herzustellen und deren soziale Lage psychisch und sozial zu stabilisieren?

Studienpopulation

  1. Menschen mit einer Suchterkrankung, Substitutionspatienten und Abstinenzwillige mit Kontakt zum Caritasverband Stuttgart e. V.;
  2. Mitarbeitende der Suchthilfe des Caritasverbandes Stuttgart e. V. unterschiedlicher Qualifikation (sozialpädagogische, therapeutische und heilpflegerische Berufsgruppen);
  3. Personen des sozialen Umfeldes der Klientinnen.

Studienmodell

Der Ansatz der Evaluationsstudie ist das wirkungsorientierte Modell der International Group of Controlling bzw. deren Controllingmodell für Non-Profit-Organisationen. Die Wirkung und die Wertschöpfung des Projekts „Plus“ vollzieht sich demnach auf den vier unterschiedlichen Ebenen Output, Outcome, Effects und Impact.

Modul 1: Konzeptionierung der Projektgesamtrahmung

Meilenstein: Die Projektgesamtkonzeption des Projektes PLUS liegt vor.

Modul 2: Erstellung einer Evaluationskonzeption für die Begleitstudie in Stuttgart

Meilenstein: Die Konzeption der Begleitstudie ist erstellt. Studienpopulation, forschungsleitende Fragestellungen und Hypothesen, Datenerhebungs- und –auswertungsmethoden, Erhebungszeitpunkte usw. stehen fest.

Meilenstein: Es liegen validierte Messergebnisse in Bezug auf den individuellen Outcome (Substitutionspatienten) und den gesellschaftlichen Outcome (Effektivität) vor.

Modul 3:        Formative Evaluation der Modellphase in Stuttgart

(a)   die Ergebnisse mit allen Beteiligten kommunikativ zu validieren. (Treffen die Einschätzungen zu?)
(b)   den Implementierungsprozess des PLUS Projekts zu unterstützen. (Worauf sollte in der weiteren Arbeit geachtet werden?)
(c)    die Evaluationskonzeption (s. Meilenstein 2) gegebenenfalls anzupassen (Welche Aspekte kommen im Laufe der Erprobung hinzu?).

Meilenstein: Die Gesamtkonzeption „PLUS“ ist ausformuliert und kann, wenn gewünscht, ausgerollt werden.

Projektleitung Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen

Alessa Peitz, Sozialpädagogin (B.A.)
Anne Zeidler, Sozialpädagogin (B.A.)

Projektdauer

01.02.2015 bis 31.12.2016

Zuordnung bei IfaS Evaluationsstudie
Forschungsmethoden

Qualitativer Studienteil

  • Explorative Interviews
  • Gruppendiskussionen

 Quantitativer Studienteil

  • Standardisierte Befragungen

 Auswertung

  • Strukturierte Inhaltsanalyse
  • Statistische Analysen
  • Triangulation
  • Grounded Theory
Ergebnisse  Zwischenbericht