IfaS Stuttgart

Institut für angewandte Sozialwissenschaften

Neue Bausteine der Wohnungslosenhilfe

Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS)

Studie zur Versorgung wohnungsloser Menschen in Baden-Württemberg…

Auftraggeber Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS)
VertreterIn Auftraggeber

Bausteinbezogen die Verbundregionen Tübingen, Stuttgart und Biberach (in Kooperation mit der Universität Ravensburg-Weingarten; Prof. Dr. Anselm Böhmer

Forschungsauftrag

W1 - Landkreis Tübingen:

  1. Wissenschaftliche Begleitung des Aufbaus eines Beratungs- und Unterstützungszentrums für Frauen in sozialer Ausgrenzung und Wohnungsnot.
    Das Unterstützungszentrum soll flexible und passgenaue individuelle Angebote bieten. Dabei sind die Schnittstellen mit einzubeziehen, um die individuelle Hilfeplanung sicher zu stellen. Insbesondere jüngere Frauen finden Zugang zu diesem Angebot und können mit individuellen Hilfen neue Lebensperspektiven entwickeln.
  1. Wissenschaftliche Begleitung der Implementierung eines effizienten und bedarfsgerechten Hilfeplanverfahrens.
    Es soll ein effizientes Hilfeplanverfahren für wohnungslose Frauen und Frauen in sozialer Ausgrenzung entwickelt werden und auf Grundlage personenzentrierter Hilfeplanung und unter Berücksichtigung der Schnittstellen umgesetzt werden.

W2 – Landkreis Biberach

Unter dem Titel „Chance zum Bleiben“ ist es das Ziel Menschen in Wohnungsnot und in sozialen Schwierigkeiten die Hilfe anzubieten, die es ihnen ermöglicht, ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft zu finden. Die Versorgung des Personenkreises soll ganzheitlich verbessert und durch die Kooperation verschiedenere Träger und Akteure der Zugang zu längerfristigem Wohnraum erleichtert werden. Dieser Prozess wird von der Universität Ravensburg-Weingarten wissenschaftlich begleitet.

W3 – Stuttgart 

Wissenschaftliche Begleitung des Projektes „Erschließung und Ausgestaltung vorhandener ambulanter Hilfen in Wohnungsnotfallhilfe und Sozialpsychiatrie für junge erwachsene Wohnungslose mit psychischen Erkrankungen“. Entsprechend des Titels hat die Landeshauptstadt Stuttgart in Kooperation mit der Evangelischen Gesellschaft ein Projekt für junge erwachsene Wohnungslose konzipiert. Ziel ist es, im Verbund von Wohnungsnotfallhilfe und Sozialpsychiatrie eine kombinierte Hilfe aus einer Hand anbieten, die den Anforderungen dieser Lebenslage und dem Lebensalter Rechnung trägt. Für die betroffenen jungen Menschen soll so früh wie möglich eine passgenaue und altersgerechte Hilfe erschlossen und dadurch einer Chronifizierung von Notlagen und psychischer Erkrankung vorgebeugt werden. Durch das Projekt sollen Zu- und Übergänge zur Regelversorgung der Sozialpsychiatrie und des Gesundheitswesens erschlossen und genutzt werden. Sozialpsychiatrische Hilfeangebote sollen ein integrierter Bestandteil der Hilfen für junge wohnungslose Erwachsene sein.

Projektleitung Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen

Bianca Burde (Erziehungswissenschaftlerin, MA)
Sarah Bühler (cand. MA)
Maren Häussermann (Soz.Päd.,BA)

Projektdauer

Januar 2014 bis Dezember 2015

Zuordnung bei IfaS Wissenschaftliche Begleitung
Forschungsmethoden

Das Forschungsdesign für die Bausteine W1-W3 orientiert sich an folgenden drei übergreifenden Themenbereichen:

1. Betroffenenbeteiligung in der Wohnungslosenhilfe

2. Sozialraumorientierung in der Wohnungslosenhilfe

3. Qualität der Leistungsträger und Leistungserbringer

Diesen Fragestellungen werden mit folgenden Methoden bearbeitet:

  •        Interviews mit Experten und Betroffenen
  •        Gruppendiskussionen
  •        Sozialraumanalyse
  •        Fremd-und Selbsteinschätzungsbögen
Ergebnisse Abschlussbericht